Demokratie macht Schule

"Mehr Souveränität für den Souverän: Mit fünf Stimmen statt bisher einer gewinnt jede/r Wahlberechtigte in Bremen erheblich an Einfluss; potenzielle Volksvertreter werden sie oder ihn noch stärker umwerben und überzeugen müssen. Unter dem Strich der Wahlrechtsreform steht ein vielfaches Plus an Demokratie, an Bürgernähe und -engagement."

Schirmherr Christian Weber, Präsident der Bremischen Bürgerschaft.

Erstmals durften in Bremen bei der Bürgerschaftswahl 2011 auch 16- und 17-Jährige die Bürgerschaft wählen. Das ist bisher einmalig in Deutschland. Hinzu kommt, dass die Wahl am 22. Mai die erste Wahl nach dem neuen Wahlrecht war. Deshalb haben wir ein Schul- und Bildungsprojekt in Bremen gestartet. Zusammen mit dem Landesjugendring haben wir das Projekt Demokratie macht Schule angeschoben. Mittlerweile ist das Projekt abgeschlossen. Ein Abschlußbericht wird bis Ende Juni erstellt und veröffentlicht.

Idee

Wir haben Schulen und offene Jugendeinrichtungen besucht, um den jungen Menschen Lern- und Praxiseinheiten zur Demokratiefrage und zum neuen Wahlrecht anzubieten. Wir wollten die Jugendlichen für das neue Wahlrecht begeistern, Demokratie für sie erlebbar machen und sie zur Teilnahme ermuntern. Da die Anforderungen von Klasse zu Klasse jedoch variieren können, haben wir drei verschiedene Module angeboten, die einzeln aber auch auf einander aufbauend gebucht werden konnten. Eine Übersicht können Sie sich hier herunterladen. Übersicht Bildungsmodule (PDF, 1 Seite)

Erste Erfahrungen

Zwischen Oktober 2010 und Mitte Mai 2011 besuchten wir Schulklassen und Jugendverbände in Bremen und Bremerhaven. Mit unserem Methodenmix sowie der steten Einbindung der Jugendlichen kommen wir sowohl bei den Lehrerinnen und Lehrern wie auch bei den Schülerinnen und Schülern gut an und so zeichnet sich der Erfolg unseres Projektes auch bei der Auswertung der abgegebenen Feedbackbögen deutlich ab. Am meisten freuen wir uns natürlich, wenn wir die Jugendlichen zum Wählen motivieren können. Freuen durften wir uns in vielen Fällen. 1.300 Schülerinnen und Schüler gaben an, am 22. Mai 2011 Wählen zu gehen.

"Vorher wusste ich gar nichts über das Wahlrecht, und jetzt weiß ich, wie es funktioniert mit der Stimmverteilung" (Schülerin, 9. Klasse)

Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler (Stand: 20.5.2011) Anzahl
          Nein 432
(1) Die Veranstaltung fand ich...
          ... (sehr) informativ 1805
          ... wenig informativ 80
(2) Ich verstehe das neue Wahlrecht nun...
          ... besser 1551
(3) Ich würde diese Veranstaltung weiterempfehlen.
          Ja 1343

Stand der Dinge

Unser erstes Ziel war es, mindestens 50 Schulklassen und Jugendeinrichtungen besuchen. Dieses Ziel haben wir weit übertroffen, am Ende waren lagen wir bei 105 Besuchen. Vier Projekttage haben stattgefunden. (Bericht). 23.000 Euro wird uns das Projekt kosten, 15.000 Euro haben wir bereits zugesagt bekommen. Neben Stiftungen sprechen wir auch gezielt Bürgerinnen und Bürger mit der Bitte für eine Spende zur Finanzierung des Projektes an.

Kontakt

Interessierte Lehrer/innen und Jugendliche wenden sich bitte an Tim Weber oder Katrin Tober im Bremer Büro unter 0421-79 46 370 oder nutzen das Kontaktformular.

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Unsere Partner

"Wahlen sind ein zentrales, wenn auch nicht das einzige Element der Demokratie. Das Wissen über das Wahlrecht und das Wählen gehört deshalb unbedingt in die Schulen, wenn Demokratie Schule machen soll."

Prof. Dr. Lothar Probst (Universität Bremen)