Klimaschutz von unten: So geht's!

Klimawandel und Klimafolgenanpassung sind nicht nur Themen für Parteien und Parlamente. Auch Bürgerräte und Bürgerbegehren streben nach Lösungen. Oft erfolgreich.

Durch den Klimawandel steigen Häufigkeit und Intensität von Extremwetter-Ereignissen, sagen die Gelehrten. Symbolfoto: Hermann / Pixabay

Die Folgen des Klimawandels sind längst massiv zu spüren. Nicht nur in diesen Tagen, in denen apokalyptische Bilder die Nachrichten bestimmen. Ein ambitionierter Klimaschutz erscheint vielen Bürgerinnen und Bürgern überfällig.

Viele wollen dabei aktiv mitgestalten: Seit Jahren boomen kommunale Bürgerbegehren zu klimapolitischen Themen. Mal geht es um eine fahrradfreundlichere Politik – so auch in Lüneburg und Braunschweig. Mal geht es, wie in Göttingen, um ein Verschärfung der klimapolitischen Ziele der Stadt. Mal soll ein städtisches Kohlekraftwerk schneller vom Netz gehen – beispielsweise in Hannover.

Die Initiatoren können durchaus Erfolge verzeichnen: In Lüneburg  startete jetzt die Unterschriftensammlung, in Göttingen war sie offenbar erfolgreich: es kommt wohl zu einem Bürgerentscheid. In Hannover fällt der Bürgerentscheid wahrscheinlich aus – weil die Initatorinnen und Initatoren des Bürgerbegehrens auch so erfolgreich waren.  In Braunschweig verlief es ähnlich. Hier finden Sie eine Übersicht über alle derzeitigen Klimabürgerbegehren in Deutschland. 

Neues Handbuch und professionelle Beratung

Aber wie wird man vor Ort aktiv? Das zeigt das Handbuch Klimawende von unten auf. Auf gut 130 Seiten zeigt das Handbuch auf, wie Sie mit den Mitteln der direkten Demokratie erfolgreich Klimaschutz betreiben können. Hier können Sie das Handbuch herunterladen. Und dort in gedruckter Form bestellen.

Mehr Demokratie hat das Handbuch nicht nur mit zusammen mit dem UmweltInstitut München und BürgerBegehren Klimaschutz herausgegeben. Wir beraten Initiatorinnen und Initiatoren von Bürgerbehren kompetent und professionell. Seit vielen Jahren. Nehmen Sie doch einfach mit uns Kontakt auf!

Bürgerräte und Klimaschutz

Das Thema Klimaschutz ist vielschichtig. „Was wollen wir uns z.B. im Bereich Gebäudesanierung, Mobilität oder Ernährung vornehmen? Wie schnell wollen wir es schaffen und was sind wir bereit, dafür in Kauf zu nehmen?“, fragt beispielsweise die Webseite von „Die Klimadebatte“. 

Und sie hat auch einen Vorschlag: Losbasierte Bürgerräte zu klimapolitischen Fragen. Denn: „Um gut darüber sprechen zu können, brauchen Menschen umfassende Informationen, genug Zeit und eine offene Gesprächsatmosphäre. Außerdem ist es wünschenswert, dass ein Querschnitt der Bevölkerung miteinander spricht, nicht nur diejenigen, die sich ohnehin schon austauschen.

Losbasierte Bürgerräte könnten das leisten. Bürgerrat? Rund 100 bis 200 Menschen werden zufällig ausgelost – ein Querschnitt der Gesellschaft. Sie setzen sich zusammen. Sie werden von Expertinnen und Experten beraten. Und sie beschließen dann Empfehlungen an die Politik.

Bisher tagten drei bundesweite Bürgerräte. Einer davon beschäftigte sich mit der deutschen Klimapolitik. Ende Juni veröffentlichte er seine Empfehlungen. Als Schirmherr des Klimabürgerrats fungierte Alt-Bundespräsident Horst Köhler. Sein Resümee: Der Bürgerrat sei „ein Zeichen gegen Mutlosigkeit, Resignation und Zweifel an der Fähigkeit der Demokratie, Krisen zu überwinden.“

Mehr Demokratie will, dass bundesweite Bürgerräte gesetzlich verankert werden. Natürlich können Klima-Bürgerräte auch auf kommunaler und auf Landes-Ebene stattfinden.

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