5.090 Unterschriften für mehr Einfluss beim Wählen

Heute haben wir 5.090 Unterschriften für unser Volksbegehren zum Bremer Wahlrecht beim Landeswahlleiter eingereicht und damit das Volksbegehren beantragt.

Mehr Demokratie hat heute 5.090 gültige Unterschriften für den Zulassungsantrag „Mehr Demokratie beim Wählen – Unseren Einfluss sichern und stärken“ beim Landeswahlleiter eingereicht. Mit den Unterschriften beantragt Mehr Demokratie e.V. ein Volksbegehren. Dessen Ziel ist es, das im Februar durch die Bürgerschaft geänderte Wahlgesetz bürgernah zu gestalten. Denn mit der Änderung wurde der Einfluss der Wählerinnen und Wähler deutlich eingeschränkt. Diesen Einfluss wollen wir mit unserem Vorschlag erhalten und ausbauen.

Die Unterschriften hat Mehr Demokratie im Zeitraum zwischen Ende März und 22. Mai gesammelt. Tober freut sich über die Resonanz auf die Unterschriftensammlung. Viele Mitglieder und Aktive von Mehr Demokratie e.V. waren an der Unterschriftensammlung beteiligt. Herzlichen Dank an alle, die für unser Wahlrecht unterschrieben und Unterschriften gesammelt haben! Bei vielen Menschen herrschte Unverständnis, dass das von über 70.000 Menschen unterstützte Wahlrecht geändert wurde.

Wie gehts weiter?

Der Landeswahlleiter reicht den Antrag an den Senat weiter, der zwei Monate Zeit für die Zulässigkeitsprüfung hat. Die Eintragungsfrist für das Volksbegehren wird drei Monate dauern. Unterstützen mindestens fünf Prozent der Wahlberechtigten im Land Bremen den Vorschlag von Mehr Demokratie, würde der Volksentscheid im nächsten Jahr stattfinden.

Worum gehts?

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Listenstimmen zukünftig gleichmäßig auf alle Kandidierenden verteilt werden und zu den Personenstimmen hinzugezählt werden. Die bisher erfolgte Berechnung der Anteile der Personen- und Listenstimmen innerhalb einer Fraktion entfällt damit. Der Einfluss der Bürgerinnen auf die personelle Zusammensetzung der Bürgerschaft steigt. Würden es nach dem Parteien-Wahlrecht nur noch 7 Kandidierende über persönliche Stimmen von hinteren Listenplätzen ins Parlament schaffen, sind es nach dem Mehr Demokratie-Entwurf 26 Abgeordnete.

Auch unerwünschte Effekte, z.B. dass im Einzelfall Personenstimmen Kandidierenden schaden, können nun nicht mehr auftreten. Zusätzlich schlägt Mehr Demokratie vor, dass leere Stimmzettel und zurückgewiesene Wahlbriefe gesondert ausgewiesen und nicht mehr als ungültig gewertet werden. Werden mehr als fünf Stimmen innerhalb eines Wahlvorschlages abgegeben, gilt das nicht mehr als ungültig. Die Stimmen werden dann zur Berechnung der Stärke einer Fraktion herangezogen (Heilungsregel).

Kennen Sie schon unseren Newsletter?

Newsletter-Abo

Newsletter-Abo

Ihre Daten

Bitte füllen Sie die Felder mit (*) aus. Die anderen Felder sind optional.