Göttingen: Klima-Bürgerbegehren erfolgreich

Der Stadtrat der Universitätsstadt übernahm wesentliche Forderungen des Bürgerbegehrens. Die Initiatorinnen freuen sich – wollen aber weiter Druck machen.

Erneut war ein Bürgerbegehren in Niedersachsen ohne formellen Bürgerentscheid erfolgreich: Der Göttinger Stadtrat fasste am Freitag ohne Gegenstimme bei zwei Enthaltungen einen Beschluss zur Klimaneutralität, der wesentliche Forderungen des Bürgerbegehrens aufgreift. Sein Wortlaut:


„Die Stadt Göttingen strebt das Ziel einer Klimaneutralität bis 2030 an und initiiert alle dafür nötigen Schritte im städtischen Wirkungskreis. Hierzu werden die ambitionierten Strategien und Maßnahmen aus dem Klimaplan Göttingen 2030 kontinuierlich umgesetzt, erweitert und an sich
verändernde Rahmenbedingungen angepasst.“


Initiiert worden war das Bürgerbegehren von der Initiative GöttingenZero, die sich als Teil der GermanZero-Bewegung betrachtet. Der Stadtrat habe das Begehren de facto angenommen, freute sich Elisabeth Nüßer von GermanZero Göttingen (im Bild links). Das Ziel sei gesetzt. „Jetzt müssen sie danach handeln. Die kommenden Haushaltsberatungen werden zeigen, wie ernst es ihnen ist. Wir werden auf jeden Fall dran bleiben.“

Hinweis: Wir werden am 21. Dezember einen Interview-Podcast mit den Aktivistinnen Elisabeth Nüßer und Luise Przibilla (im Bild rechts) zum Göttinger Klimabürgerbegehren veröffentlichen. Er wird auf unserer Webseite abrufbar sein.

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