Anliegen des im vergangenen April gestarteten Bürgerantrages ist es, bei der Lebensmittelbeschaffung der öffentlichen Hand dafür zu sorgen, dass nur noch Fleisch aus artgerechter Tierhaltung beschafft wird. Bei öffentlichen Veranstaltungen und in Mensen, Kantinen und Cafeterien solle zukünftig nur noch solches Fleisch angeboten werden. Der Antrag schlägt vor, einen Aktionsplan zu beschließen, um diese Forderung bis 2020 umzusetzen.
Die Bürgerschaft hat am Dienstag beschlossen, den Antrag an den Haushalts- und Finanzausschuss (vermutlich wegen zu erwartender Mehrkosten) und zwei zuständige Deputationen weiterzugeben.
Mit einem Bürgerantrag können Bürgerinnen und Bürger die Bürgerschaft (Landtag) bzw. die Stadtbürgerschaft zwingen, sich mit einem bestimmten Thema auseinanderzusetzen und darüber zu beschließen. Im Land Bremen sind dafür 5.000, in der Stadt Bremen 4.000 Unterschriften erforderlich. In der Stadt Bremerhaven heißt der Bürgerantrag Einwohnerantrag. Dort müsste ein Einwohnerantrag von einem Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner unterzeichnet werden, zur Zeit ca. 1.100 Unterschriften.


