Der Rat hatte dessen Bau im Februar 2017 beschlossen. Für das Bürgerbegehren gegen den Bau des Bürgersaals wurden 930 Unterschriften gesammelt, mehr als doppelt so viel wie nötig. Damit das Bürgerbegehren angenommen wird, muss eine Mehrheit mit „Ja“ stimmen, gleichzeitig müssen 20 Prozent der Stimmberechtigten mit „Ja“ stimmen (sogenanntes Zustimmungsquorum). Bürgerentscheide sind Jahrhundertereignisse und finden in Niedersachsen pro Kommune nur alle 237 Jahre statt. Es lohnt sich daher, an diesem Ereignis teilzunehmen und demokratisch mitzuentscheiden.
Der Rat hatte im Februar 2017 beschlossen, im Zuge der Entwicklung einer Ortsmitte parallel zum Rathausnebau auch einen Bürgersaal zu bauen. In diesem sollen neben den Ratssitzungen auch Veranstaltungen stattfinden. Die Gegner der Pläne befürchten hohe Kosten bei Bau und Betrieb des Saales und fordern, nur einen Ratssaal zu bauen. Die Verwaltung sieht das anders. Darüber hinaus sehen die Gegner keinen Bedarf für einen solchen Saal.
Mehr Demokratie e.V. setzt sich für Reformen bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden ein. So fordert er bei Bürgerentscheiden die Streichung des Zustimmungsquorums. Außerdem sollte vor Bürgerentscheiden ein Abstimmungsheft verschickt werden. In dem Heft, das an alle Haushalte verschickt wird, wird das Abstimmungsthema erläutert; Befürworter und Gegner können sich gleichberechtigt zur Abstimmungsfrage äußern. Denn Information ist eine Grundbedingung der Demokratie.
Wissenswertes zu Bürgerentscheiden in Niedersachsen:


